Kater Mozart & Benny


Maxi, Columbus, Johnny und Co

Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen 10. Geburtstag - als mein bis dahin größter Wunsch in Erfüllung ging: Ich bekam meinen ersten Wellensittich. Er war von gelber Farbe mit grünen Abzeichen und natürlich der schönste Wellensittich auf Erden. Ich taufte ihn Maxi und Maxi bekam schnell Gesellschaft. Meine Schwester teilte plötzlich meine Begeisterung für Wellensittiche. Zu ihrem Geburtstag kam ein blauer Geselle mit Namen Archi dazu. Er verstand sich auf Anhieb mit Maxi und beide begleiteten uns tagtäglich auf Kopf und Schulter durchs Haus. Nun ja, wie sollte es anders kommen: Kurz darauf zogen auch noch Wellensittich Tobi und Mini bei uns ein. Nach vier fliegenden Hausgenossen würden Mama und Papa sich doch sicher auch von einem weiteren tierischen Familienmitglied überzeugen lassen. Sie ließen. Es dauerte zwar etwas, aber als ich 12 Jahre alt war, bekamen wir unseren ersten Hund – einen Welsh Corgi. Er war ein munterer, lustiger Kamerad. Ein richtiger Kinderkumpel. Leider verstarb er viel zu früh - nach einem tragischen Unfall im Alter von 4 Jahren. Beagle Johnny konnte unseren Corgi zwar nicht ersetzen, war aber ein ebenso liebenswerter Hund, der mit uns über Wiesen und Wälder tobte und bei jedem Unsinn dabei war. Während meiner Berufstätigkeit wurde die Zeit für Tiere sehr knapp. Aber ganz ohne Tiere konnte ich nicht sein. So teilte Zwerghamster Tapsi mein Leben. Ihm folgten Zwerghamster Merlin, Poti, Silica und Columbus. Ganz, ganz reizende Zeitgenossen. Leider werden Hamster nur ca. 3 Jahre alt. Der Abschied viel mir immer sehr schwer. 


Kater Mozart 

Als ich eines Morgens zum Lüften die Terrassentür öffnete, stand mir ein süßer schwarzweißer Kater gegenüber. Es gab hier viele Katzen, aber ihn hatte ich noch nie gesehen. Er maunzte kläglich um etwas Futter. Ich gab ihm ein Stückchen Käse – von nun an kam er jeden Tag wieder. Mir schien das sehr merkwürdig und so begann ich mich umzuhören. Niemand vermißte den Kater, niemand wollte ihn haben. Jeden Morgen, wenn ich aufstand, jeden Abend, wenn ich von der Arbeit heimkam, wartete der Kater bereits auf der Terrasse. Tag für Tag blieb er etwas länger. Mir blieb keine Zeit zu überlegen, ob ich ihn bei mir aufnehmen möchte. Er stahl sich einfach täglich mehr in mein Herz. Dann kam der Tag, an dem er endgültig bei uns einzog. Wir standen mit unseren Nachbarn zu einem Schwätzchen auf der Terrasse. Da kam das Katerchen, lief schurstracks an uns vorbei in die Wohnung, setzte sich mitten ins Wohnzimmer, sah uns alle keck an, als wollte er sagen: „So, ich wohn´ jetzt hier!“. Wir lachten laut los. Das ist jetzt viele Jahre her. Seitdem lebt er bei uns. Wir gaben ihm den Namen Mozart. Ein Leben ohne ihn können wir uns gar nicht mehr vorstellen. Mozart ist ein unheimlich lieber und anhänglicher Kater. Er liebt seine Schmusestunden auf Frauchens Schoß über alles. Er begleitet mich fast überall hin, sogar auf Spaziergängen. So war es ganz selbstverständlich für Mozart, daß er mich auch auf meinen Internetseiten begleitet. Heute ist Mozart schon eine Senior! Er geht alles viel ruhiger an. Im Sommer liebt er es, mit mir auf der Gartenliege zu dösen, im Winter stehen wir gemeinsam am Fenster und beobachten die Vögel am Futterhäuschen. Sie sehen, Mozart ist ein sehr geselliger Kater, der uns durch seine niedliche Art ständig bei guter Laune hält.


Benny

Im Oktober 2010 kam Benny zu uns. Ein Collie/Border-Collie-Mischling. Kennengelernt haben wir uns bereits im Januar 2010 im Tierheim. Benny ist einer der armen Hunde aus tierquälerischer Massenzucht und wurde auf dem Polenmarkt an einen Hundehändler verkauft. Der Erstbesitzer kam mit ihm nicht klar, er wurde geschlagen, herumgereicht und weggesperrt und landete schon mit 10 Monaten im Tierheim.

Benny ist ein Opfer der skrupellosen Geschäftemacherei mit billigen Hundewelpen. Geboren in dunklen Verschlägen ohne Kontakt zu Mensch und Umwelt lernte er als erstes die Angst kennen. Viel zu früh wurde er von seiner Mutter getrennt und kam ungeimpft über die Grenze! Er entwickelte viele Probleme, die solche Hunde aus Massenzucht entwickeln können.

Überängstlich, ja panisch und ohne Vertrauen und doch unbedingten Willens sich Menschen anzuschließen, lernten wir ihn kennen. Wegen seiner Probleme kam eine sofortige Übernahme nicht in Frage. Es war wichtig erst Vertrauen zu ihm aufzubauen, bevor er – inzwischen zum 6. Mal in nur 10 Monaten – erneut seine Umgebung wechselte. So arbeiteten wir fast 10 Monate mit ihm, bevor er endlich bei uns einzog. Da er inzwischen uns und unser Haus gut kannte, fiel ihm die Eingewöhnung recht leicht.

Benny faßte mehr und mehr Vertrauen, lernte mehr und mehr kennen. Vieles fällt ihm noch schwer, aber er hat den festen Willen alles richtig machen zu wollen und zu lernen. Es braucht unendlich viel Zeit und Geduld solche Hunde zu formen. Wir freuen uns an jedem kleinen Fortschritt den er macht. Er hat schon unheimlich viel gelernt und kennengelernt. Konnte ich ihn anfangs gerade mal den Rücken bürsten, bevor er panisch wurde, legt er sich heute entspannt hin und läßt sich sogar gefallen, daß es manchmal ziept. Ihm zu vermitteln, dass bürsten nicht schlimm ist brauchte allein zwei Jahre, aber es hat sich gelohnt.

Es ist ein langer Weg und sicher wird er nicht alle Defizite aufholen können. Aber er hat unendlich Spaß am Leben und freut sich auf jeden neuen Tag. Mir macht es viel Spaß mit ihm zu arbeiten und ich freue mich an jedem noch so kleinen Fortschritt den er macht. So traurig sein Schicksal ist – für mich ist Benny der tollste Hund der Welt. Mein absoluter Traumhund!